Was ist Cannabis?

Cannabis wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Es werden 2 Sorten Cannabis angebaut. Die Cannabis Sativa und die Cannabis Indica. Aller Wahrscheinlichkeit nach kommt diese Pflanze ursprünglich aus Zentral- und Südasien und blüht einjährig. Es gibt Anhaltspunkte, dass diese Pflanze schon vor 6500 Jahren in der chinesischen Neolithischen Kultur verwendet wurde. Auch in Europa wurde die Pflanze schon seit langem für allerlei Zwecke angebaut. So wurde die Pflanze früher schon als Medizin gegen Manien, Hysterie, Fieberträume, Cholera und Tetanus verwendet. Hanf wurde für die Produktion von Seil, Textilien, Farbe, Emaille und Papier genutzt. Hanfsamen wurden als Fisch- und Vogelfutter genutzt.   Heutzutage werden neben diesen Produkten noch viele weitere mit Hilfe von Hanf hergestellt, wie zum Beispiel Autoteile.

 

Cannabis wird schon über Jahrhunderte hinweg zu Freizeitzwecken verwendet. In der 143. Erzählung aus 1001 Nacht wurde schon über die Geschichte der Haschisch-Esser erzählt.
Indica und Sativa sind über die Jahrhunderte unterteilt worden in viele andere Sorten. Momentan gibt es unglaublich viele Sorten mit jeweils einem bestimmten Indica/Sativa Verhältnis sowie eigenen Merkmalen und Wirkungen.
Heute wird die Pflanze immer noch wegen ihrer vielen Möglichkeiten gepriesen und es werden immer mehr Forschungsergebnisse veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis gegen bestimmte Erkrankungen helfen kann.

 

Als Rauschmittel wird Cannabis in verschiedenen Formen hergestellt.
Die bekanntesten sind:

 

  • Weed/Marihuana: getrocknete Blüten der weiblichen Hanfpflanze. Das THC ist der Wirkstoff der Pflanze.

 

  • Hasch: Die Blüten mit den THC-Kristallen werden auf ein Sieb oder Tuch geschlagen. Dann werden sie gesiebt und vermischt mit dem Harz/Öl der Pflanze. Danach wird die Mischung gepresst und es entsteht Hasch. Der erste Schlag bringt die beste Qualität.
  • Haschöl: Dies entsteht wenn Pflanzenreste in Alkohol getaucht werden. So wird der Wirkstoff gelöst. Dann wird der Alkohol verdampft und es entsteht eine klebrige Flüssigkeit. Dieses Öl hat einen extrem hohen THC-Gehalt.

 

gras

Haschisch

Öl

Hasch und Weed werden meistens geraucht. Zusammen mit Tabak wird ein Joint gedreht, der im Anschluss geraucht wird (Kiffen). Wenn du einen Joint rauchst, ist der Effekt meist innerhalb von paar Minuten spürbar und kann bis zu 4 Stunden anhalten.

Weed oder Hasch kann nicht nur geraucht, sondern auch im Essen verarbeitet werden. Die bekannteste Variante ist der Spacecake. Der Wirkstoff, der dafür sorgt, dass du high oder bekifft wirst, ist THC. Der Effekt wird erst später spürbar als beim Rauchen. Dadurch ist es auch besser, erst mit einem halben Stück des Spacecakes zu beginnen und erst nach 30 Minuten die andere Hälfte zu essen. Egal wie gut der Kuchen schmeckt. Merkst du den Effekt plötzlich und hast schon mehrere Stücke gegessen, kann es sein, dass der Effekt zu stark wird.   Für den Wirkstoff gilt: „Je mehr THC, desto heftiger der Effekt“, aber auch deine Stimmung beeinflusst den Effekt. THC beeinflusst deine Wahrnehmung. Farben und Musik werden intensiver wahrgenommen, deine Fantasie kann außer Kontrolle geraten, du kannst Lust auf etwas zu Essen oder einen Lachanfall bekommen.
Risiken:

  • Es verstärkt dein Gefühl. Demnach kann auch deine eventuelle depressive Stimmung verstärkt werden.
  • Eine zu hohe Dosis kann Angstgefühle oder ein heftiges „Down“-Gefühl verursachen. Schwindel, Übelkeit und sogar Ohnmacht können die Folgen sein. Das Einzige, das du in dem Moment tun kannst, ist warten, bis es vorbei ist. Andere Personen in deiner Umgebung können versuchen, dich zu beruhigen. Das hilft häufig. Das Risiko einer zu hohen Dosis kommt am häufigsten bei sehr unerfahrenen Rauchern vor oder durch übermäßigen Verzehr des Spacecakes.
  • Wenn du bekifft oder high bist, kann dein Reaktions- und Konzentrationsvermögen vermindert sein. Logisches Nachdenken wird dementsprechend schwieriger und manchmal vergisst du plötzlich, worüber du eigentlich gerade mit deinem Gesprächspartner gesprochen hast.
  • Menschen, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben oder eine Veranlagung zu psychischen Störungen haben, stellen eine Risikogruppe dar.   Der Gebrauch von Hasch oder Weed kann die Gemütslage verschlimmern.

 

Macht Hasch oder Weed abhängìg.?

Man kann unterscheiden zwischen körperlicher und geistiger Abhängigkeit. Körperliche Abhängigkeit bedeutet, dass dein Körper protestiert, wenn das Mittel nicht mehr zugeführt wird. Bei der Verwendung von Hasch und Weed tritt dies nicht auf.
Auch benötigt man nicht stets mehr Gras, um den gleichen Effekt hervorzurufen und ist es auch keine Droge, die dafür sorgt, dass man schneller härtere Drogen nimmt. Geistige Abhängigkeit bedeutet, dass du dich nach dem Wirkstoff sehnst. Und das kann bei einem Teil der Nutzer, besonders bei denjenigen, die es häufig tun, der Fall sein. Das gilt vor allem, wenn du Drogen nimmst, um der Wirklichkeit zu entfliehen.